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Bilderwand gestalten: so hängen Sie mehrere Bilder richtig

Kunstdruck an einer Wand im Ladenatelier Rothbild

Eine Wand mit mehreren Bildern sieht entweder aus wie eine Galerie oder wie eine Pinnwand. Der Unterschied liegt selten an den Bildern selbst, sondern fast immer an drei Entscheidungen, die man vorher trifft. Hier sind sie, in der Reihenfolge, in der sie zu treffen sind.

1. Legen Sie eine Klammer fest, bevor Sie Bilder aussuchen

Eine Bilderwand braucht eine Gemeinsamkeit, an der sich das Auge festhält. Das kann alles sein, solange es durchgehalten wird: derselbe Rahmen, dasselbe Format, dieselbe Motivfamilie oder eine wiederkehrende Farbe.

Am einfachsten ist der Rahmen. Sechs unterschiedliche Motive in sechs gleichen Eichenrahmen wirken zusammengehörig, sechs verwandte Motive in sechs verschiedenen Rahmen dagegen nicht. Wer sich die Rahmenwahl offenhalten will, nimmt stattdessen die Motivfamilie als Klammer, etwa ausschließlich Tiermotive oder ausschließlich botanische Tafeln.

2. Bestimmen Sie die Mittelachse, nicht die Oberkante

Der häufigste Fehler ist, alle Bilder oben bündig aufzuhängen. Das funktioniert nur bei gleich großen Formaten. Bei gemischten Größen richtet man stattdessen die Mittelachse aus: Eine gedachte waagerechte Linie läuft durch die Mitte aller Bilder.

Diese Linie sollte auf Augenhöhe liegen, also etwa 145 bis 150 Zentimeter über dem Boden, gemessen bis zur Bildmitte. Über einem Sofa oder einer Kommode gilt eine andere Regel: Dort beginnt die Anordnung etwa 20 bis 30 Zentimeter über der Möbelkante, sonst zerfällt der Zusammenhang zwischen Möbel und Wand.

3. Halten Sie die Abstände klein und gleich

Zwischen den Rahmen genügen fünf bis acht Zentimeter. Größere Abstände lassen die Gruppe auseinanderfallen, ungleiche Abstände wirken versehentlich. Wichtig ist nur, dass der Abstand überall derselbe ist, unabhängig davon, ob links ein kleines und rechts ein großes Bild hängt.

Vorher an der Wand ausprobieren

Schneiden Sie die Formate aus Zeitungspapier aus und kleben Sie sie mit Kreppband an die Wand. Zehn Minuten Papier ersparen zehn Bohrlöcher. Erst wenn die Anordnung steht, wird gemessen und gebohrt.

Wer nicht bohren möchte, findet mit einer Magnetleiste eine Alternative: Zwei Holzleisten klemmen das Blatt oben und unten, aufgehängt wird an einer Schnur. Der Vorteil ist der Wechsel, ein Motiv ist in dreißig Sekunden getauscht.

Was gut zusammen funktioniert

Historische Tafeln und zeitgenössische Illustration vertragen sich besser, als man denkt, solange die Klammer stimmt. Ein Vorschlag aus dem Laden: drei Reprints alter Lexikonillustrationen aus der Reihe The Dybdahl Co. neben zwei modernen Arbeiten von PSTR Studio, alle im selben Format und im selben Rahmen.

Und nicht alles an der Wand muss Papier sein. Eine Keramikkachel oder ein plastisches Wandobjekt bricht die glatte Fläche auf und gibt der Gruppe Tiefe. Die gesamte Auswahl finden Sie unter Bilder und Poster.

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